27.08.03: Die Versorgung ist gefährdet ~ Teil 2

ZVK-Aktionen waren erfolgreich!

Die angekündigten horrenden Zuzahlungen für Physiotherapie, sowie die Einzelvertragsregelung soll im Gesetz nun doch nicht festgeschrieben werden.

Die in den vergangenen Tagen und Wochen stark intensivierte politische Überzeugungsarbeit des ZVK Landesverbands Baden-Württemberg und des Bundesverbands hat sich angesichts dieser konstruktiven Lösung ganz offensichtlich gelohnt.

Seit 25. August 2003 liegt dem ZVK ein Papier des Bundesgesundheitsministeriums (BMGS) vor, das für die Fraktionssitzungen vorbereitet wurde.

Der Stand der Dinge vom 25. August 2003 in Kürze – laut BMGS-Papier:

Zuzahlungen gesenkt: 10 Prozent plus Rezeptgebühr
Statt der zuletzt geplanten horrenden Zuzahlungen von bis zu 100 Prozent wird es nun auch für die Physiotherapie eine Zuzahlung von 10 Prozent geben.
Zusätzlich soll auf die Patienten eine Rezeptgebühr von 10 Euro zukommen.
Damit wird im neuen Gesetz ganz offenbar die Zuzahlungshöhe für Physiotherapie an die aller anderen Therapieformen angeglichen, denn mit 10 Prozent Zuzahlung müssen Patienten künftig in jedem Behandlungsbereich rechnen.

Keine Einzelverträge – Gefahr des Preis-Dumpings gebannt
Einzelverträge sollen die Krankenkassen künftig zwar im Hilfsmittelbereich, offenbar aber nicht mit Physiotherapiepraxen abschließen können.
Damit scheint die Gefahr des Preis-Dumpings für die Physiotherapie zunächst einmal gebannt.

Bonus für "sparsame" Ärzte kommt voraussichtlich
Über die Neuregelung, dass diejenigen Ärzte, die sparsam verordnen einen Bonus erhalten, steht in dem vorliegenden BMGS-Papier noch nichts Genaues. Es ist voraussichtlich allerdings mit dieser Regelung zu rechnen, laut Aussage vom ZVK-Bundesverband.

Ausblick
In der laufenden Woche wird das Reformpapier des Bundesgesundheitsministeriums in den Fraktionen noch abgestimmt werden müssen.
Der überarbeitete Gesetzentwurf selbst wird dann am 1. September 2003 vorliegen.
Bereits am 11. September 2003 könnte der Gesetzentwurf daraufhin erstmals im Bundestag beraten werden, am 27. September 2003 möglicherweise sogar abschließend, sofern der Zeitplan eingehalten werden kann.


Quelle vom
25.08.2003  
ZVK-Landesverband Baden-Württemberg e.V. 
Kontakt  Frau Anke Zillessen
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0761/292 3133
Telefax: 0761/292 3173
E-Mail: zillessen@physio-verband.de  

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